Bei welchen Patienten wird ein Abstrich durchgeführt?

Vielfach besteht der Wunsch an uns nach einem Abstich auf das Corona-Virus, teils aus eigener Sorge, teils auf "Verlangen" des Arbeitgebers.

 

Hierfür gibt es ganz klare Vorgaben des Robert-Koch-Institutes als oberste Seuchen-Behörde bzw. des Gesundheitsamtes. Diese Vorgaben werden laufend an die aktuelle Situation angepasst:

 

Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland getestet?

Testen ist essentieller Bestandteil einer umfassenden Pandemie-Bekämpfungs-Strategie: Testen ermöglicht eine schnelle und präzise Erfassung der Zahl und Verteilung von infizierten Personen in Deutschland. Testen trägt so zu einem aktuelleren und besseren Lagebild bei. Dies ist Grundlage für eine Unterbrechung von Infektionsketten und für einen Schutz vor Überlastung unseres Gesundheitssystems.

In Deutschland wird umfassend auf Infektionen mit SARS-CoV-2 getestet, auch im internationalen Vergleich. Hierzu wurden die Testkapazitäten zum Virus-Nachweis mittels PCR-Testung seit März kontinuierlich erweitert. So gibt es in Deutschland keine Engpässe bei der Durchführung von PCR-Testungen auf das Coronavirus SARS-CoV-2 und inzwischen können wöchentlich über eine Million PCR-Tests durchgeführt werden.

 

In Deutschland werden somit die folgenden Personengruppen getestet:

  1. Symptomatische Personend.h. Personen mit jeglichen akuten respiratorischen bzw. COVID-19 typischen Symptomen, inklusive jeder ärztlich begründete Verdachtsfall.
  2. Kontaktpersonen: alle engen asymptomatischen Kontaktpersonen bestätigter COVID-19-Fälle, das umfasst zum Beispiel Mitglieder desselben Haushalts oder Personen, die über die Corona-Warn-App als Kontaktpersonen identifiziert wurden.
  3. Bewohner von Betreuungseinrichtungen und Patienten: In Einrichtungen wie Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen, stationären Pflegeeinrichtungen,  sowie in der ambulanten Pflege ist umfangreicher zu testen, um Ausbrüche in solchen Einrichtungen zu verhindern oder schnell einzudämmen. 
  4. Personal: Auch Personal in Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen und stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen soll vermehrt getestet werden. 
  5. Gemeinschaftseinrichtungen: Bei Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen und -unterkünften (z.B. Arztpraxen, Schulen, Kita, Asylbewerberheim, Notunterkunft, Justizvollzugsanstalt) sollten sich Personen in den Einrichtungen einer Testung unterziehen, um einer weiteren Verbreitung vorzubeugen.
  6. Epidemie-Regionen: In Regionen (in Deutschland) mit einer akut erhöhten lokalen Inzidenz kann entschieden werden, Teile bzw. die gesamte Bevölkerung (auch asymptomatische Personen) bei gleichzeitiger Aufforderung zur weitest möglichen Selbstisolation binnen weniger Tage zu testen. Als Richtwert wird eine 7-Tages-Inzidenz von mindestens 50 pro 100.000 angesetzt.
  7. Einreise (nach Deutschland) aus dem Ausland:
    Personen, die aus Risikogebieten nach Deutschland einreisen, und die keinen Nachweis über eine negative Testung auf das Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen können (bei Einreise nicht älter als 48 Stunden oder nach Einreise), sind verpflichtet, sich auf Anforderung testen zu lassen, sich für einen Zeitraum von 14 Tagen abzusondern (Quarantäne) und ihre Aufenthaltsadresse der zuständigen Gesundheitsbehörde mitzuteilen. Die Quarantäne kann nach Landesrecht ggf. durch einen negativen Testnachweis aufgehoben werden.

    Sowohl bei Einreise aus Nicht-Risikogebieten als auch aus Risikogebieten besteht die kostenfreie Testmöglichkeit innerhalb von 72 Stunden nach Einreise mit der Möglichkeit der einmaligen Wiederholung des Tests. Dieser kann unmittelbar nach Einreise, z.B. direkt am Flughafen oder durch niedergelassene Ärzte, oder durch die von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren durchgeführt werden.

    Die aktuelle Liste der Risikogebiete ist durch das Robert Koch-Institut auf folgender Webseite veröffentlicht: www.rki.de/covid-19-risikogebiete

    Verstöße können mit einer Geldbuße bis zu 25 000 EUR geahndet werden.

Quelle: RKI, Stand  01.09.2020, gekürzt

Wo wird der Abstrich durchgeführt?

Aktuell führen wir Abstriche auf Corona bei entsprechender Indikation (s. oben) nur bei Patienten unsere Praxis durch. Hierfür ist zwingend eine telefonische Voranmeldung erforderlich!

letzte Bearbeitung: 01.09.20