Bei welchen Patienten wird ein Abstrich durchgeführt?

Vielfach besteht der Wunsch an uns nach einem Abstich auf das Corona-Virus, teils aus eigener Sorge, teils auf "Verlangen" des Arbeitgebers.

 

Hierfür gibt es ganz klare Vorgaben des Robert-Koch-Institutes als oberste Seuchen-Behörde bzw. des Gesundheitsamtes. Diese Vorgaben werden laufend an die aktuelle Situation angepasst.

 

In Deutschland werden - im europäischen Vergleich - viele Abstriche gemacht, doch auch hier gelangen wir an die Grenzen der Resourcen und Laborkapazitäten.

 

Aktuell werden Abstriche empfohlen bei folgenden Konstellationen:

  • Atemwegssymptome + Kontakt zu gersichertem Covid-19-Fall in den letzten 14 Tagen (+ Meldung an Gesundheitsamt)
  • Hinweise auf virale Lungenentzündung bei Bewohnern von Altenheimen oder Klinikpatienten + Häufung von Fällen (+ Meldung an Gesundheitsamt)

Ohne Meldepflicht wird Diagnostik weiterhin empfohlen bei

  • jedem Hinweis auf virale Lungenentzündung
  • Atemwegssymptomen bei Mitarbeitern des Gesundheitswesen oder Risikopatienten
  • als Einzelfallentscheidung, abhängig von Kapazität und Möglichkeiten bei allen akuten Atemwegssymtomen

 

 

Wo wird der Abstrich durchgeführt?

Abstriche dürfen nur Ärzte durchführen, die über eine persönliche Schutzausrüstung (PSA) verfügen: Einwegkittel, Haube, FFP2/3-Maske, Schutzbrille, Handschuhe.

Aktuell herrscht in praktisch allen Praxen ein Mangel an Schutzausrüstung, v.a. fehlen FFP-2-Masken, Mund-Nase-Schutz und Schutzkittel, über die normalen Wege ist nichts zu bekommen...

Aus diesem Grund können wir in unserer Praxis keine Abstriche mehr selbst durchführen!

 

Bei allen dem Gesundheitsamt gemeldeten Fällen wird das Amt Kontakt mit dem betroffenen Patienten aufnehmen und Ort und Zeitpunkt des Abstriches - sofern indiziert - bei der Zentralen Abstrichstelle für Corona in Karlsruhe (ZACK) mitteilen

letzte Bearbeitung: 25.03.20